09. Juli bis 03. Oktober 2021,
Frankfurt, Dreikönigskirche / Main / Fried-Lübbecke-Anlage

Was bedeutet das gemeinsame Singen in unserer Gesellschaft, zumal in einer pandemie- und krisengeschüttelten Welt, in der die Musik und per se die Kunst lange verstummen musste? In diesem Sommer verwandelt der nigerianische Künstler Emeka Ogboh die Frankfurter Innenstadt in eine Klanglandschaft zu Wasser und zu Land. Im Zentrum seiner dreiteiligen Soundinstallation THIS TOO SHALL PASS, die sich vom Römer über den Fluß zur Dreikönigskirche spannt, steht eine neukomponierte, gleichnamige Hymne. Gewidmet der Stadt und dem Jahr 2020, eingesungen von Chören in Lagos und Frankfurt und eingewoben in Stoffe nach einem jahrhundertealten Igbo Handwerk. Fest definierte sakrale wie profane Orte und der Fluß als kollektives Stadtgedächtnis erweitern sich damit zu einem übergreifenden kosmopolitischen Raum. Dem gegenwärtigen Nachdenken über die Migration von Menschen und ihrem Kulturgut, über Gleichheit, Teilhabe und Identität begegnet der Künstler Ogboh mit dem Prinzip der kulturellen Aneignung als Möglichkeit der Überwindung von Grenzen. Hier knüpft das, zusammen mit der freitagsküche entwickelte, Begleitprogramm TTSP mit walks, talks und dark unter freiem Himmel für jedermann an. Ogbohs bislang umfangreichstes in sitù Werk im europäischen Raum wurde von der EKHN Stiftung in Kooperation mit dem Kulturfonds RheinMain beauftragt und mit weiteren Förderern ermöglicht.

http://www.thistooshallpass.site/de


Fotos (Projekte&Archiv und Header): (c) Emeka Ogboh