Kunstvoll – Das Symposium zur kulturellen Bildung

am Dienstag, den 8. November 2016 von 9.15 bis 16.30 Uhr in die Stadthalle Hofheim am Taunus.

ab 9.15 Anmeldung, Kaffeeangebot

10.00 Begrüßung
Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer, Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Hessischer Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Laura Kurtz, Projektleitung kunstvoll, Kulturfonds Frankfurt RheinMain

10.20–11.00 Keynote
Anne-Kathrin Ostrop, Musiktheatervermittlung an der Komischen Oper Berlin
Chancen und Herausforderungen kultureller Bildung  in unserer sich wandelnden Gesellschaft

11.10–11.30 Präsentation des kunstvoll-Projekts „together” mit Schülern der IGS West, Frankfurt
Walter Ybema, Theaterassoziation/GrenzArt

11.40–12.30 Einführung in die Gesprächsrunden 1 bis 4 (siehe unten)

12.30 Mittagessen

13.30–15.15 Fortsetzung Gesprächsrunden 1 bis 4 (siehe unten)

15.30–16.30 Abschlussrunde im Plenum

Moderation des Symposiums: Michael Gonszar, Gallus Theater Frankfurt

Im Anschluss an die Veranstaltung haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, die Ausstellung zu Ludwig Meidner im Stadtmuseum Hofheim im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes „Ludwig Meidner - Seismograph” zu besuchen, die durch den Kulturfonds ermöglicht wird.


Gesprächsrunden

1) Diversität im Theater - von der Theatearbeit mit außergewöhnlichen Menschen, Nadja Soukup, Theaterlabor INC.

Startpunkt der Gespräche ist ein Bericht über die Arbeit des Theaterlabor INC welches sich zum Schwerpunkt gesetzt hat mit professionellen SchauspielerInnen und Menschen mit geistiger Behinderung gemeinsam Theater auf Augenhöhe zu machen und dabei die Grenzen dieses Vorhabens auszuloten. Wie kann  die Theaterarbeit aussergewöhnliche Menschen integrieren, Augenhöhe schaffen, an welche Grenzen stößt sie dabei und welche Voraussetzungen für die Umsetzung werden gebraucht? All das soll anhand von Beispielen aus der Praxis diskutiert werden.

 

2) Subjekt und Dienstleister - Spagat zwischen künstlerischer Gestaltung und Nützlichkeit

Für Heiner Müller war Kunst die einzige Sprache in der sich der Mensch noch als Subjekt erfahren kann. Grundsätzlich haben Institutuionen, Künstler und Pädagogen unterschiedliche oder sogar gegensätzliche Interessen. Besonders in der Arbeit mit Schülern sind sie aber aufeinander angewiesen.
Katharina Fertsch Röver - (Schultheater-Studio), Gundula van den Berg ( Pädagogin) und Walter Ybema (Theatermacher) wollen die Gesprächsrunde zu einem Dreieck machen und zunächst mit einem (sehr kurzen) „Terzett“ eröffnen. Schön wäre es, wenn wir in den folgenden gemeinsamen Gesprächen zu sinnvollen Kooperationen zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kämen.

 

3) Aha-Erlebnis im Museum? - Schule und Museum zwischen Erwartung und Erfahrung, Dr. Simone Twiehaus, HKM Projektbüro Kulturelle Bildung

Museen sind mit ihren vielfältigen Sammlungen ein idealer Ort der Begegnung. Die sinnlich-ästhetische Präsenz der Objekte aus Kunst sowie Menschheits- und Naturgeschichte bieten ein wirkungsvolles Feld für informelles, ganzheitliches und individuelles Lernen, das die Sinne anspricht und die Verbindung von begrifflichem und bildlich-symbolischen Denken fördert.
Doch woraus resultiert ein gelungenes Besuchserlebnis? Welche Bedingungen müssen von schulischer wie musealer Seite erfüllt sein, um die im Museum vorhandenen Potentiale im Sinne Kultureller Bildung wirksam werden zu lassen? Welche Erwartungen werden an einen Museumsbesuch gestellt, welche Erfahrungen können nutzbar gemacht werden, wenn es heißt: „Heute geht`s ins Museum!“?
Neben dem Erfahrungsaustausch in der Gesprächsrunde werden anhand der Ausstellung „Jugend und Alter. Ludwig Meidners Porträts aus den 1950er und 1960er Jahren“ im Stadtmuseum Hofheim museumspädagogische und ästhetische Zugänge thematisiert und erprobt.

 

4) Learning to Listen - Hören und Hören Lernen im Kontext aktueller gesellschaftlicher Veränderung, Maximilian Gärtner, Freie Musikschule Bad Soden

In der Flut an Informationen, die uns heutzutage sekündlich erreicht, fällt es manchmal schwer, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen – Reizüberflutung oder vollständige Abschirmung können Folgen dieser Entwicklung sein. Kinder und Jugendliche, die im Informationszeitalter aufgewachsen sind haben sich im Laufe der Zeit häufig unbewusste Schutzmechanismen angeeignet, um den akustischen und optischen Reizen zu entkommen. Wie sich dieses Verhaltensmuster auf das bewusste musikalische Hören auswirkt und wie man diesem Phänomen als Kulturschaffender am besten begegnen kann, soll Inhalt der Diskussionsrunde sein.

 

Ansprechpartnerin:

Laura Kurtz
Projektleitung kunstvoll
l.kurtz@kulturfonds-frm.de
Tel 06172.999.4695
Fax 06172.999.4699