25. Oktober 2018 bis 27. Januar 2019,
Schirn Kunsthalle, Frankfurt a. M.

Wilhelm Kuhnert war der erste Freilichtmaler Afrikas, der die Strapazen einer Reise in die deutschen Kolonien Ende des 19. Jahrhunderts auf sich nahm, um die dortige Tierwelt zu studieren. So entstanden unter schwierigsten Bedingungen hunderte Zeichnungen und großformatige Gemälde, die einem großen Publikum erstmals die afrikanische Tierwelt in ihrer natürlichen Umgebung zeigten. Kuhnert wurde zum führenden Interpreten der tropischen Tierwelt und prägte nachhaltig das Bild, das man sich von Afrika machte – einem Kontinent, der um 1900 mit politisch-expansiven Zielen ebenso besetzt war wie mit eskapistischen Sehnsüchten nach einem Leben in Freiheit. Sein Werk kann nicht nur als Spiegel der Kunst- und Naturwissenschaftsgeschichte, sondern auch der Kolonialgeschichte verstanden werden. Obwohl Kuhnert zu den meistgesammelten akademischen Malern gehört, ist er einer großen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Die SCHIRN präsentiert die erste umfassende Retrospektive zu seinem Leben und Werk.

Bilder (Startseite und Projekt&Archiv): Wilhelm Kuhnert, Elefanten, 1917, Öl auf Leinwand, 48 x 86 inches, JKM Collection®, National Museum of Wildlife Art. Requested loan