Verständnis von Kunst und Kultur, Kreativität und persönliche Weiterentwicklung fördern

Auch in diesem Jahr freut sich der Kulturfonds Frankfurt RheinMain über Bewerbungen von Schulen und Kultureinrichtungen für KUNSTVOLL im kommenden Schuljahr 2020/2021. Das Programm zur Förderung kultureller Bildung wurde vor sieben Jahren ins Leben gerufen und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit in der Region Frankfurt RheinMain. Zahlreiche Schulen und Akteur/innen/e der Kunst- und Kulturszene hat KUNSTVOLL bereits zur gemeinsamen Projektgestaltung ermuntert und so wurden seit 2013 schon über 130 Projekte realisiert. Nach den Sommerferien 2020 startet das Förderprogramm des Kulturfonds in die achte Runde, die dann am Ende des Schuljahrs, also im Sommer 2021, mit den Projektpräsentationen ihren Abschluss findet.

Durch die Projekte wird Kunst für die Schüler/innen auf ganz besondere Weise erfahrbar: KUNSTVOLL gibt ihnen die Möglichkeit, gemeinsam im Team ein eigenes Kulturprojekt umzusetzen und so Theorie und Praxis auf kreative Art und Weise miteinander zu verbinden. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erlangen dadurch ein ganz neues Verständnis dafür, was alles hinter einer Kulturproduktion steckt – von der Planung bis hin zur praktischen Umsetzung. Die Geschäftsführerin des Kulturfonds, Karin Wolff, dazu: „Das Besondere an KUNSTVOLL ist, dass professionelle Künstler/innen und Kunstvermittler/innen die Schüler/innen bei der Umsetzung begleiten und gemeinsam etwas erarbeiten. Durch den engen Austausch und die intensive Zusammenarbeit über mehrere Monate hinweg entwickeln die Jugendlichen ein ganz neues Gespür für Kultur – unabhängig davon, welche Erfahrungen sie bereits von Haus aus mitbringen.“

KUNSTVOLL zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass neben dem künstlerischen Verständnis auch die individuelle persönliche Entwicklung der Jugendlichen gefördert wird. Durch die aktive Mitgestaltung erweitern die Schüler/innen nachdrücklich ihren Horizont. Nicht selten kommt bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen dadurch auch das ein oder andere ungeahnte Talent zum Vorschein. Die Teilnehmer/innen sollen in den Projekten die Möglichkeit haben, sich künstlerisch ganz frei zu verwirklichen und auszuprobieren, neue Perspektiven zu gewinnen und auch über den Schulstoff hinaus mehr über Kunst und Kultur sowie über sich selbst zu lernen.

Eines der 25 laufenden Projekte ist „Glücks-Kunst“, ein Projekt, bei dem sich über 50 Schüler/innen aus Wiesbaden und Darmstadt auf den Weg in 22 Künstlerateliers machten, um das Thema Glück künstlerisch zu entdecken. Daraus entstanden ist eine thematische Gruppenausstellung, die sowohl im Kunsthaus Wiesbaden als auch im Atelierhaus in Darmstadt vom 29.02. bzw. 01.03.2020 – 19.04.2020 zu sehen ist. Die Projektleiterin Alexandra Waldmann, die das Projekt im Auftrag des Kulturamtes Wiesbaden und des Atelierhauses Darmstadt betreut, ist begeistert: „Die Gruppenausstellung ‚Glück‘ wird zeigen, dass es sich lohnt, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, eine Ausstellung zu gestalten. Sie gehen mit großer Ernsthaftigkeit ans Werk und sind stolz auf ihre Ausstellung und den selbst entworfenen Begleitkatalog.“ Und auch bei den Schüler/innen und Lehrer/innen der teilnehmenden Schulen, der Fluxusschule Biebrich, der IGS Kastellstraße in Wiesbaden sowie der Lichtenbergschule in Darmstadt, stößt das Projekt auf Anklang: „Ich finde es mega, dass wir uns so viele Ateliers von professionellen Künstlern anschauen durften und mit ihnen über ihre Arbeitsweise sprechen konnten“, so zum Beispiel Finia, Schülerin der 10. Klasse der Lichtenbergschule.

Neugierig? Dann bewerben Sie sich bis zum 1. April 2020!

Wer? Bewerben können sich allgemeinbildenden Schulen ab der Sekundarstufe I sowie berufsbildende Schulen und Kultureinrichtungen aus den Städten Bad Vilbel, Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Oestrich-Winkel, Offenbach und Wiesbaden sowie aus dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis.

Was? Der Förderung durch KUNSTVOLL sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Kunstsparte, Thema und Form der Projekte können frei gewählt werden. Besonders große Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung haben Projektideen, die die Schüler/innen partizipativ und kontinuierlich über ein Jahr einbinden und sich an deren Erfahrungstand orientieren. Ebenso erwünscht ist die tatkräftige Unterstützung der Ideen durch Schulleitung und Lehrerkollegium und dass die Projekte und ihre Themen sowohl in den Lehrplan als auch in möglichst viele Unterrichtsfächer integrierbar sind. Wichtig ist zudem, dass Konzeption und Umsetzung der Vorschläge gemeinsam mit Künstler/innen/n und Kunstpädagog/innen/en entwickelt und erarbeitet werden.

Wie? Bewerbungen von Schulen und Kultureinrichtungen können ab sofort bis zum 1. April 2020 über das Online-Antragsportal eingereicht werden. Unter http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll finden Interessierte den Link zum Portal und alle Informationen rund um das kulturelle Bildungsprojekt, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsverfahren sowie entsprechende Antragsformulare. Der Kulturfonds unterstützt während des Bewerbungsprozesses sowie bei der Suche nach einem/r passenden Kooperationspartner/in. Alle Einrichtungen, die an KUNSTVOLL teilnehmen möchten und noch eine/n Kooperationspartner/in suchen, können sich im Vorfeld auf der Homepage des Kulturfonds (http://kulturfonds-frm.de/kunstvoll/antrag-stellen) listen lassen.

Fragen sind zu richten an:

Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH
z.H. Laura Kurtz, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Tel 06172/999 4695 – Mail: l.kurtz@kulturfonds-frm.de oder kunstvoll@kulturfonds-frm.de