Jubiläumsprojekt des Kulturfonds Frankfurt RheinMain überzeugt mit Stummfilmen, lokaler Filmgeschichte und herausragenden Live-Performances

Das Jubiläumsprojekt des Kulturfonds Frankfurt RheinMain „KINO VARIÉTÉ RheinMain — eine Region entdeckt ihre lokale Filmgeschichte“ nimmt am Samstag, den 17. November 2018, im Kino Alte Mühle in Bad Vilbel mit auf eine Reise in die Vergangenheit und bietet die Gelegenheit, lokale Filmgeschichte auf einzigartige Weise hautnah zu erleben. Im Fokus steht dabei das Genre des Stummfilms, der ganz nach dem Vorbild des historischen Kinos von live gespielter Filmmusik begleitet wird. Die musikalische Untermalung übernehmen der Wiesbadener Jazz-Preisträger Uwe Oberg und die Mainzer Stimmkünstlerin Silvia Sauer. Sie schlagen dabei den Bogen von historischer Kino-Musik hin zu improvisierter Musik mit Jazz-Anleihen der heutigen Zeit. Zum vollendeten Variété wird der Abend durch weitere Live-Acts preisgekrönter Artisten: Im Vorprogramm präsentiert der international bekannte „Gentleman Jongleur“ Monsieur Jeton originelle Jonglagen, Solistin Antje Pode entflieht mit der „Antipodenartistik“ scheinbar den Gesetzen der Schwerkraft.
Ganz im Stil vergangener Zeiten läuft vor dem Hauptfilm ein Vorprogramm aus regionalen Kurzfilmen. Die große filmische Attraktion ist hierbei „Vilbel – eine Stadt vor 80 Jahren“, ein Streifzug durch das alte Vilbel und seine dörfliche Umgebung. Dank erhaltener Amateurfilme lassen sich viele verborgene Schönheiten der früheren Kuranlagen und der Landschaft rund um Bad Vilbel wieder entdecken – und natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit dem legendären „Schwimmbad“-Film. Davor erzählt die Komödie „Geister im Haus“ von 1914, wie eine Kinovorstellung auf dem Marktplatz ein ganzes Dorf in Aufruhr versetzt. Abgeschlossen wird das Vorprogramm durch ein weiteres Fundstück lokaler Filmkultur, den Werbefilm „Hopfen und Malz, Gott erhalt’s – eine Führung durch die Binding-Brauerei“ (1913). Der nach einer Pause folgende Hauptfilm „Eine tolle Nacht“ (1926), eine 70-minütige Komödie von Richard Oswald, handelt von einem Geschäftsmann aus der Provinz, der sich in die Großstadtmetropole Berlin verirrt. Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds, schätzt am KINO VARIÉTÉ insbesondere den regionalen und historischen Bezug: „Ziel des Projekts ist es, Besucherinnen und Besuchern die kulturelle Historie und Vielfalt ihrer Region ein Stück näherzubringen. Und das in einem Format, das so bereits seit rund 100 Jahren
besteht. Für viele Besucher dürfte das KINO VARIÉTÉ eine ganz besondere Erfahrung sein, bei der man mit Blick auf die Vergangenheit vieles entdecken kann und gleichzeitig hervorragend unterhalten wird.“
Zu sehen ist das KINO VARIÉTÉ am Samstag, den 17. November, um 20.00 Uhr im Theater Alte Mühle (Lohstraße 13) in Bad Vilbel. Karten können im Vorverkauf am Veranstaltungsort, telefonisch unter der 06101-559356, online unter https://www.kultur-bad-vilbel.de/kino_alte_muehle/spielplan/?page=2&id=4740 sowie am Veranstaltungstag an der Abendkasse erworben werden. Der Eintrittspreis beträgt 12 Euro, ermäßigt nur 9 Euro. Für das Projekt verantwortlich zeigt sich anlässlich seines 10jährigen Jubiläums der Kulturfonds Frankfurt RheinMain und kooperiert mit der Filmredaktion von ZDF/ARTE in Mainz und dem Deutschen Filminstitut DIF. Noch bis Sommer 2019 findet KINO VARIÉTÉ mit vergleichbarem Programm in den Mitgliedskommunen und -landkreisen des Kulturfonds statt und bietet Interessierten die einmalige Gelegenheit, einen Abend im Zeichen historischer Kinogeschichte und Filmkultur zu erleben. Um der regionalen Filmkultur Rechnung zu tragen, variieren die gezeigten Filme je nach Veranstaltungsort.
Weitere Informationen rund um KINO VARIÉTÉ stehen unter www.kulturfonds-frm.de/kino-variete zur Verfügung.